Wie sind Beamte krankenversichert?

Wie sind Beamte krankenversichert?Bietet es sich für Beamte und Beamtenanwärter an in der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben oder ist es sinnvoller in eine private Krankenversicherung zu wechseln?

Auf diese Frage möchte ich eingehen und Ihnen detailliert erläutern, welche Krankenversicherung für Sie als Beamter, Beamtenanwärter und Referendar am besten ist.

Die Besonderheit der privaten Krankenversicherung für Beamte:
Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung (PKV) , stellt diese nur eine Restkostenabsicherung dar. Beamte haben einen Anspruch auf Beihilfe vom Bund bzw. Bundesland. D.h. ein Anteil von mindestens 50 Prozent Ihrer Krankheitskosten wird durch die Beihilfe des Dienstherrn getragen.

Lediglich die verbleibenden Kosten (im obigen Beispiel 50 Prozent) müssen Sie über eine private Krankenversicherung absichern.

Ein Praxisbeispiel:
Sie gehen mit einer Grippe zum Arzt und erhalten eine Rechnung über 80 Euro. Bei einem 50-prozentigen Beihilfesatz zahlt die Beihilfe 40 Euro der Arztrechnung und Ihre private Krankenversicherung (PKV) die anderen 40 Euro. Somit wird Ihnen die gesamte Rechnungssumme (80 Euro) erstattet.

Was kostet eine PKV für Beamte?
Beamte erhalten in den meisten Bundesländern in der gesetzlichen Krankenkasse keinen Zuschuss zum GKV-Beitrag.

Im Gegensatz zu Angestellten erhalten Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse keinen Zuschuss vom Dienstherrn (Ausnahme: Beamte im Bundesland Hamburg). Wählen Sie als Beamter eine gesetzlichen  Krankenkasse müssen Sie somit den gesamten Beitrag aus Ihrer eigenen Tasche zahlen.

Beispiel:
Ein verbeamteter Gymnasiallehrern im Bundesland Nordrhein-Westfalen (29 Jahre, Besoldungsgruppe 13, Stufe 7) entscheidet sich für den Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV).

Folgendermaßen errechnet sich der monatliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse:
4.425 Euro monatliche Besoldung  x 15,0 Prozent GKV-Beitrag (inkl. 1% Zusatzbeitrag Beispiel TK)+ 2,55 Prozent Pflegepflichtversicherung = 776,58 Euro

Die gesetzliche Krankenkasse verlangt von dem Lehrer in unserem Beispiel somit einen monatlichen Beitrag in Höhe von 776,56 Euro.

Zum Vergleich:
Eine Privatversicherung für Beamte erhält der Lehrer für einen Beitrag ab 225 Euro im Monat.
(ohne Vorerkrankungen, mit Zweibettzimmer & Chefarzt – 50% Beihilfe)

Durch den Wechsel in die PKV für Beamte spart der Lehrer in unserem Beispiel monatlich ca. 551 Euro.

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Privat krankenversicherte Beamtenanwärter und Referendare, erhalten bei den meisten Gesellschaften vergünstigte Tarifbeiträge für die Anwärterzeit.

Ein Beispiel für Beamtenanwärter und Referendare:
Eine 23-jährige Beamtenanwärterin beim Finanzamt (zukünftige Besoldung A10 in Nordrhein-Westfalen) zahlt in der gesetzlichen Krankenversicherung 223,51 Euro im Monat.
(1255,68 Euro monatliche Besoldung während der Anwärterzeit x 15,0% GKV-Beitrag – inkl. 1% Zusatzbeitrag Beispiel TK – + 2,8 % Pflegeversicherung = 223,51 Euro).

Eine privaten Krankenversicherung wird für die Beamtenanwärterin ab 56 Euro im Monat angeboten.
(ohne Vorerkrankungen, mit Zweibettzimmer & Chefarzt – 50% Beihilfe)

Die monatliche Erspanis durch den Wechsel in eine private Krankenversicherung für Beamteanwärter beträgt im Beispiel ca. 167 Euro.

Bei Beamten, Beamtenanwärtern und Referendaren spielt somit der finanzielle Aspekt bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung eine wesentlich Rolle. Allerdings gibt es auch bei den Leistungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen große Unterschiede.

Privat krankenversicherte Beamte profitieren von finanziellen und leistungsmäßigen Vorteilen

Beim Blick auf die Leistungen stellen Beamte fest, dass die Absicherung in der Privatversicherung sich auch als deutlich umfangreicher gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse darstellt.

Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes ist bereits ein Zweibettzimmer mit privatärztlicher Behandlung im Versicherungsschutz enthalten und auch beispielsweise Kosten für Brillen und Kontaktlinsen werden von den Privatversicherungen anteilsmäßig übernommen.

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Zudem werden Privatpatienten oft bei Fachärzten bevorzugt behandelt und erhalten innerhalb kürzester Zeit Termine und auch der zahnmedizinische Bereich ist hervorragend abgesichert.

Um ein solches Leistungsniveau in der gesetzlichen Krankenkasse zu erreichen, müsste unser Beamter noch zahlreiche kostspielige Zusatzversicherungen abschließen.

Aus diesen Gründen entschließt sich der Lehrer in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Doch auch zwischen den verschiedenen Krankenversicherungstarifen gibt es große Preis- und Leistungsunterschiede.

Welcher Tarif die besten Bedingungen bietet ist völlig individuell zu betrachten, da jeder andere Vorstellungen von seinem Krankenversicherungsschutz hat. Durch einen unabhängigen Krankenversicherungsvergleich können Sie für sich den optimalen PKV-Tarif für Beamte finden. Einen solchen Vergleich erhalten Sie hier völlig unverbindlich und kostenfrei.

Fazit:
PKV BeamteDie meisten Beamten, Beamtenanwärter und Lehramtsreferendare sind privat krankenversichert.

Natürlich profitieren Landes- und Staatsdiener vom deutlichen Leistungsvorteil der PKV gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Doch vor allem die Kosten für die private Krankenversicherung für Beamte spielen eine wesentliche Rolle.

Erhalten Beamte beim Verbleib in einer gesetzlichen Krankenkasse gar keinen Zuschuss vom Dienstherrn, so zahlt die Beihilfe des Landes bzw. Bundes beim Wechsel in eine private Krankenversicherung für Beamte mindestens 50 Prozent der anfallenden Vorsorge- und Krankheitskosten.

Über eine PKV werden dementsprechend nur die Restkosten gegenüber der Beihilfe fällig. Dafür bieten die Krankenversicherungsgesellschaften spezielle Beamtentarife. Für einen Großteil aller Landes- und Staatsdiener führen diese zu einer gravierenden Ersparnis im Vergleich zu den gesetzlichen Krankenkassen.

Ich hoffe, durch meine Ausführungen wurde Ihre Frage „Wie sind Beamte krankenversichert“ schlüssig und ausführlich beantwortet. Sollten auch Sie Fragen haben, schreiben Sie mir einfach eine Nachricht.

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