Was kostet eine private Krankenversicherung für Lehrer?

Muss ich als Lehrer in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben oder kann ich mich alternativ privat krankenversichern? Welche Kosten sind mit einer privaten Krankenversicherung für Lehrer verbunden?

Um diese Frage zu erörtern, gilt es zunächst festzustellen, ob Sie angestellter Lehrer sind oder verbeamtet. Verdienen Sie als angestellter Lehrer unterhalb der Versicherungspflichtgrenze, sind Sie in der gesetzlichen Krankenkasse versicherungspflichtig und müssen dort verbleiben. Eine andere Option haben Sie nicht. Die Kosten zur gesetzlichen Krankenkasse teilen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber. Erst, wenn Sie oberhalb der Versicherungspflichtgrenze verdienen, haben Sie als angestellter Lehrer die freie Wahl zwischen einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse oder dem Wechsel in eine private Krankenversicherung für Angestellte.

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Anders sieht es aus, wenn Sie als Lehrer verbeamtet sind. Verbeamteten Lehrern und Lehramtsreferendaren steht es unabhängig von der Besoldung frei, sich für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung zu entscheiden. Dabei hat die private Krankenversicherung oftmals den Vorteil, dass diese kostengünstiger für Sie ist.

Wie teuer eine PKV für verbeamtete Lehrer exakt ist, lässt sich pauschal nie beantworten, da zu viele individuelle Faktoren ins Gewicht fallen. Dennoch möchte ich Ihnen einige Beispiele geben, damit Sie einen Eindruck bekommen, wie sich die Beiträge zusammensetzen und worauf es zu achten gilt.

Lehramtsreferendare erhalten bei den meisten privaten Krankenversicherern bis zum 39. Lebensjahr vergünstigte Konditionen, da der Verdienst in der Anwärterzeit noch gering ist und die Privatversicherung trotzdem gut finanzierbar sein soll. Die Umstellung auf den Volltarif für Beamte erfolgt dann mit der Verbeamtung auf Probe des Lehrers.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse spielt bei den Kosten für eine private Krankenversicherung Ihre Besoldung generell keine Rolle. Drei Kriterien sind bei einer PKV für Lehrer entscheidende: Ihr Einstiegsalter, Ihr Gesundheitszustand und Ihr Beihilfesatz. Anhand dieser grundsätzlichen Kriterien lassen sich bei den Krankenversicherungen die Kosten ermitteln.

Beispiel:

Eine 26-jährige Lehrerin mit einem Beihilfeanspruch in Höhe von 50 Prozent in Bayern möchte sich privat krankenversichern. Sie wünscht ein Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung und den Beihilfeergänzungstarif. Gesundheitlich gibt es keine Vorerkrankungen. Somit ist der Abschluss einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung ab ca. 265 Euro im Monat möglich. Wünschen Sie einen sehr hochwertigen privaten Versicherungsschutz als Lehrer, liegt der Monatsbeitrag bei rund 320 Euro.

Bei einem höheren Beihilfeanspruch sinkt der Monatsbeitrag natürlich. Hat unsere Lehrerin zwei Kinder besteht ein 70-prozentiger Beihilfeanspruch in Bayern und somit müssen nur noch 30 Prozent über die private Krankenversicherung abgedeckt werden. In diesem Fall kann eine PKV ab ca. 190 Euro abgeschlossen werden. Für einen sehr hochwertigeren Versicherungsschutz müsste die Lehrerin im Monat rund 240 Euro investieren. Bei der Beitragskalkulation spielt das Geschlecht seit dem 01.01.2013 keine Rolle mehr.

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Natürlich können Sie als verbeamteter Lehrer auch eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse wählen. Die Kosten übersteigen allerdings zumeist den Beitrag für eine private Krankenversicherung, weil Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung zahlen müssen. Ausnahmen gibt es nur in fünf Bundesländern – hier beteiligt sich der Dienstherr über die sog. pauschale Beihilfe an den Krankheitskosten.

Bei der gesetzlichen Krankenkasse ist, im Gegensatz zur PKV, die Besoldung maßgeblich zur Berechnung des Beitrages. Bei einer A13-Stelle (Erfahrungsstufe 5) erhält unsere Lehrerin aus dem obigen Beispiel rund 4.600 Euro monatlich. Darauf wird der volle Beitrag zur GKV (15,2 Prozent – inkl. Zusatzbeitrag – Beispiel Techniker Krankenkasse) und der Betrag zur Pflegepflichtversicherung (3,3 Prozent) fällig. Somit zahlt die verbeamtete Lehrerin bei einem Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse rund 850 Euro Beitrag monatlich. Selbst bei einem hervorragenden Versicherungsschutz waren es im obigen Beispiel in der PKV lediglich 320 Euro. Die monatliche Ersparnis zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung (mit Top-Schutz) beläuft sich auf monatlich 530 Euro. Neben den Leistungen sind die Kosten somit ein wesentlicher Aspekt, weshalb sich die meisten verbeamteten Lehrer für eine private Krankenversicherung entscheiden.

Wie bereits weiter oben erwähnt erhalten Lehramtsreferendare in der privaten Krankenversicherung vergünstigte Beiträge. So kostet eine private Krankenversicherung für einen 23-jährigen Referendar in Niedersachsen beispielsweise ab 80 Euro im Monat (50-prozentiger Beihilfeanspruch, keine Vorerkrankungen mit Einbettzimmer und privatärztlicher Behandlung bei einem Krankenhausaufenthalt und Beihilfeergänzungstarif), während der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse sich auf rund 270 Euro beläuft. Auch für Beamtenanwärter im Lehramt hat deshalb oftmals eine private Krankenversicherung Sinn, allerdings gilt es auch hier, die individuelle Situation vor einer endgültigen Entscheidung zu analysieren. Dafür bieten wir auch für Lehramtsreferendare einen unverbindlichen und unabhängigen Kosten- und Leistungsvergleich der privaten Krankenversicherung an. Sie erhalten diesen von uns völlig kostenfrei.

Fazit:

Der Monatsbeitrag einer privaten Krankenversicherung für Lehrer und Lehramtsreferendare richtet sich grundlegend nach dem Einstiegsalter, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrem Beihilfesatz. Aufgrund dieser individuellen Kriterien lässt sich niemals pauschal sagen, was eine PKV für Lehrer kostet. Zudem spielt der Leistungsumfang auch noch eine Rolle. Durch einen persönlichen Vergleich der privaten Krankenversicherungen können Sie sich die Kosten unverbindlich errechnen lassen.

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