Dienstunfähigkeitsversicherung

Ihre Arbeitskraft sichert Ihnen Ihre Einkünfte und Ihren Lebensunterhalt. Ein 35-jähriger Beamter in NRW mit einer A12-Besoldung (Stufe 3) erhält beispielsweise 4.404 Euro monatlich. Gehen wir davon aus, bis zur Pensionierung muss der Beamte noch rund 30 Jahre arbeiten. Rechnen wir die Besoldung auf die verbleibenden Jahre aus heutiger Sicht hoch, so wird der Beamte bis zur Pensionierung Einkünfte in Höhe von über 1,5 Millionen durch seine Tätigkeit erhalten. Weitere Besoldungsstufensteigerungen habe ich in dieser Berechnung nicht berücksichtigt, ebenso wie beispielsweise weitere Einkünfte (z. B. aus Kapitalanlagen oder Mieteinnahmen).

Was passiert, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihrem Dienst nachzugehen und es somit zum Verlust Ihrer Arbeitskraft kommt?

Während bei Angestellten und Selbständigen von einer Berufsunfähigkeit beim Verlust der Arbeitskraft die Rede ist, handelt es sich bei Beamten um eine Dienstunfähigkeit. Tritt eine solche ein, verlieren Sie den Anspruch auf Ihre Besoldung und Ihre finanzielle Situation ändert sich entsprechend.

In welchem Maße hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Zunächst ist entscheidend, zu welchem Zeitpunkt Ihrer Beamtenlaufbahn die Dienstunfähigkeit eintritt. Kommt es zur Dienstunfähigkeit in den ersten 60 Monaten nach Ihrer Verbeamtung wird Ihr Dienstherr lediglich die Beiträge zur Rentenversicherung (Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil) einzahlen und Sie werden ohne weitere Ansprüche aus dem Dienst entlassen.

Im Falle einer Dienstunfähigkeit ab dem 61. Monat seit Ihrer Verbeamtung werden Sie Versorgungsempfänger und in diesem Zuge erhalten Sie durch Ihren Dienstherrn eine finanzielle Grundsicherung. Diese reicht allerdings oftmals nicht aus, um den Lebensunterhalt weiterhin sorglos finanzieren zu können.

Aus diesem Grund ist eine private Dienstunfähigkeitsrente (DU) oftmals ratsam. Durch diese federn Sie die finanziellen Folgen einer Dienstunfähigkeit ab. In welcher Höhe eine Absicherung sinnvoll ist und bis zu welchem Alter Sie den Versicherungsschutz wünschen, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.

Fortsetzung folgt

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