Warum versichern sich die meisten Beamte in einer privaten Krankenversicherung?

Die Frage, weshalb sich die meisten Beamten in einer privaten Krankenversicherung absichern, wird natürlich immer wieder gestellt. Deshalb möchte darauf heute in diesem Artikel im Detail eingehen.

Der wesentliche Grund für die Wahl der privaten Krankenversicherung bei Beamten besteht darin, dass durch die Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten übernimmt.

Die Beihilfe wird Ihnen durch Ihr Bundesland oder bei Bundesbeamten durch die Bundesbeihilfe zur Verfügung gestellt. Ihr Beihilfeanspruch beläuft sich auf mindestens 50 Prozent. Abhängig von Ihrer Beihilfeverordnung steigt dieser Beihilfesatz für Beamte sogar auf bis zu 70 Prozent.

Somit müssen Sie über eine private Krankenversicherung lediglich die Restkosten von maximal 50 Prozent absichern. Bei einem Beihilfeanspruch von 70 Prozent reicht dementsprechend sogar eine PKV zum Restkostensatz von 30 Prozent.

Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse

Völlig anders sieht es für Beamte aus, die sich für eine gesetzliche Krankenkasse entscheiden.  Hier zahlen Sie als Beamter und Beamtenanwärter den vollen Beitrag. Ein Anspruch auf Beihilfe besteht in der gesetzlichen Krankenkasse nicht (mit Ausnahme der Bundesländer Hamburg, Bremen, Brandenburg und Thüringen – hier gibt es die pauschale Beihilfe in der PKV).

Somit spielt der finanzielle Aspekt eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung.

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Eine einfache Berechnung zeigt die großen Beitragsunterschiede zwischen einer GKV und PKV. Ein Beamter mit einer A13 Besoldung (Vollzeit – Erfahrungsstufe 5) beispielsweise in Nordrhein-Westfalen erhält 4.400 Euro. Darauf verlagt die gesetzliche Krankenkasse eine durchschnittlichen Beitrag von rund 750 Euro im Monat.

Bei einer Restkostenabsicherung von 50 Prozent ist eine private Krankenversicherung ab einem Monatsbeitrag von 265 Euro abschließbar (Beamter NRW 34 Jahre ohne „Vorerkrankungen“ – mit Einbettzimmer und freie Arztwahl im stationären Bereich).

Daraus errechnet sich eine Ersparnis für den Beamten in Höhe von 485 Euro monatlich durch den Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Ein Beamter mit zwei Kindern hat in NRW sogar einen Beihilfeanspruch von 70 Prozent. Eine PKV unter den identischen Voraussetzungen wie im vorherigen Beispiel mit einer 30-prozentigen Restkostenabsicherung liegt bei einem Monatsbeitrag ab 190 Euro. Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bleibt allerdings mit 750 Euro monatlich identisch. In diesem Fall liegt die Ersparnis bei der Wahl einer Privatversicherung sogar bei 560 Euro im Monat.

Müssen Sie Kinder in Ihrer privaten Krankenversicherung mitversichern?

Häufig wird die Frage aufgeworfen, wie es aussieht, wenn Kinder hinzukommen. Wird dann die private Krankenversicherung für Beamte teuer?

Zunächst müssen wir darauf schauen, ob die Kinder überhaupt privat krankenversichert werden müssen. Soweit der Ehepartner in einer gesetzlichen Krankenkasse abgesichert ist, wäre auch eine kostenfreie Familienversicherung in der GKV eine Möglichkeit.

Liegt der Beamte mit seiner Besoldung unterhalb der Versicherungspflichtgrenze können Kinder generell kostenfrei in der Familienversicherung beim Ehepartner abgesichert werden. Lediglich, wenn der Beamte oberhalb der Versicherungspflichtgrenze verdient und zugleich mehr als der Ehepartner, müssen Kinder mit in die private Krankenversicherung.

In allen anderen Fällen besteht allerdings auch die freie Wahl. Sie können entscheiden, ob sie Kinder privat krankenversichern oder in der gesetzlichen Krankenkasse des Ehepartners belassen (eine Ausnahme gilt für Beamte in Hessen – hier dürfen Kinder nur einer Restkostenversicherung für Beamte abgesichert werden, wenn keine Familienversicherung in der GKV mehr möglich ist).

Bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung erhalten Kinder in den meisten Bundesländern und bei der Bundesbeihilfe einen Beihilfesatz in Höhe von 80 Prozent (Ausnahmen: Hessen und Bremen). Durch den hohe Beihilfesatz liegt der Monatsbeitrag bei Kindern im Marktdurchschnitt bei 35-50 Euro.

Da es in den meisten Bundesländern und bei der Bundesbeihilfe ab dem zweiten Kind für den Beamten selbst 70 Prozent verringert sich damit der Versicherungsbeitrag des Beamten selbst (Ausnahmen: Baden-Württemberg, Hessen und Bremen). Dieser höhere Beihilfesatz ist übrigens nicht abhängig davon, ob Beamte Kinder privat krankenversichern müssen. Hier ist ausschließlich entscheidend, dass Sie den Kinderzuschlag erhalten.

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Das Risiko immenser Beiträge bei der Mitversicherung von Kindern besteht bei Beamten somit definitiv nicht.Die Monatsbeiträge der privaten Krankenversicherungen unterscheiden sich natürlich nicht nur bei Kindern, sondern auch beim Beamten selbst. Deshalb macht es Sinn vor dem Abschluss einer PKV das verschiedene Angebot zu vergleichen. Einen solchen unabhängigen Krankenversicherungsvergleich bieten wir Ihnen unverbindlich und kostenfrei an. Auf diese Weise erfahren Sie welche PKV-Beamtentarife am besten zu Ihnen passen.

Zur Berechnung des Beitrages einer privaten Krankenversicherung für Beamte spielt generell Ihre Besoldung keine Rolle, sondern Ihr Alter beim Einstieg in die PKV, Ihr Beihilfesatz und Ihr Gesundheitszustand.

Private Krankenversicherung Beamtenanwärter Referendare Rheinland PfalzDurch bestimmte „Vorerkrankungen“ kann es bei einer privaten Krankenversicherung zu Mehrbeiträgen kommen. Deshalb ist es bedeutend unbedingt einen individuellen Vergleich vor dem Abschluss einer PKV erstellen zu lassen.

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Beamtenanwärter und Referendare erhalten bei den meisten privaten Krankenversicherungen spezielle Anwärtertarife mit vergünstigten Monatsbeiträgen. Aus diesem Grund lohnt sich in der Regel auch schon für Beamte auf Widerruf der Wechsel in eine PKV.

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung

Interessant ist natürlich auch ein Blick auf die Leistungen der privaten Krankenversicherungen. Gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen gibt es bei den Privatversicherungen in zahlreichen Bereichen Leistungsvorteile.

Dazu zählen beispielsweise:

– privatärztliche Gebührenabrechnung
Bei Privatpatienten können Ärzte höhere Honorare abrechnen. Deshalb werden Privatpatienten gerade bei Fachärzten häufig bevorzugt. Sie erhalten beispielsweise oftmals schneller Termine.

– zahnärztliche Leistungen
Die professionelle Zahnreinigung ist z.B. zweimal jährlich in den privaten Krankenversicherungen abgesichert. Zudem ist in den meisten Tarifen der kostenintensive Zahnersatz sehr gut versichert. Während in der gesetzlichen Krankenkasse ab 01.10.2020 der Festkostenzuschuss bei maximal 70 Prozent liegt, leisten die meisten PKV-Tarife für Beamte langfristig sogar 100 Prozent bei Zahnersatz.

– Sehhilfen (Brillen & Kontaktlinsen)
Während es in der GKV in der Regel keine oder nur geringen Leistungen für Brillen und Kontaktlinsen gibt, erstatten die meisten PKV-Tarifstarife Leistungen in diesem Bereich

– Heilpraktiker
Auch die alternative Heilmedizin wird von den privaten Krankenversicherungen bezahlt. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich zumeist nur mit einem Anteil an den anfallenden Kosten.

-Beitragsrückerstattung
Ein Großteil der privaten Beamtentarife erstattet Ihnen einen Anteil Ihrer Jahresbeiträge zurück, wenn Sie im Laufe eines Kalenderjahres kleinere Rechnungsbeträge selbst zahlen und somit die Versicherung entlasten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, dass Ihnen ein Teil Ihrer Jahresbeiträge erstattet werden, wenn Sie nur selten bei Arzt sind.

Aufgrund der großen Differenzen im Monatsbeitrag zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Krankenversicherung wird den Leistungsvorteilen der PKV oftmals nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt.

Trotz der hohen Ersparnis beim Wechsel in eine private Krankenversicherung ist in den o.g. Beiträgen bereits im stationären Bereich sogar leistungsmäßig bereits ein Einbettzimmer mit Privatarzt berücksichtigt. Bei der gesetzlichen Krankenkasse gilt lediglich das Mehrbettzimmer mit Belegarzt als genereller Leistungsstandard.

Doch auch zwischen den verschiedenen privaten Krankenversicherungen für Beamte gibt es deutlich Leistungsunterschiede. Hier gilt es sehr genau in die Leistungsdetails der unterschiedlichen Angebote zu schauen. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen vor dem Abschluss einer PKV einen Krankenversicherungsvergleich anzufordern. Einen solchen Vergleich erstellen wir Ihnen gerne kostenfrei und unverbindlich.

Fazit:

Beamte profitieren von zwei wesentlichen Vorteilen der privaten Krankenversicherung:

In der Regel liegen die Monatsbeiträge in einer PKV deutlich unter denen der gesetzlichen Krankenkasse, da die Beihilfe nur gewährt wird, wenn Sie als Beamter eine private Krankenversicherung wählen. Ausnahmen in Form der pauschalen Beihilfe gibt es lediglich in den Bundesländern Brandenburg, Thüringen, Hamburg und Bremen. In diesen Bundesländern wird die pauschale Beihilfe über die gesetzliche Krankenkasse angeboten.

Zudem profitieren Sie in der PKV von den deutlichen Leistungsvorteilen gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse.

Aus diesen Gründen entscheiden sich die meisten Beamten in Deutschland für eine Absicherung in einer PKV.

Bedenken Sie allerdings bitte, dass letztlich jede Situation individuell ist. Deshalb empfiehlt es sich vor der Entscheidung für eine Beamtenversicherung einen unabhängigen Krankenversicherungsvergleich erstellen zu lassen. Wir vergleichen für Sie alle Leistungsangebote am Markt und errechnen Ihnen individuellen Ihren Monatsbeitrag bei den unterschiedlichen Krankenversicherungsgesellschaften.

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