Welche Krankenversicherungswahl ist für Beamte im Bremen die beste?

Seit dem 01.01.2020 erhalten Beamte und Beamtenanwärter in Bremen, die in der gesetzlichen Krankenkasse verbleiben ebenfalls einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent zu den GKV-Beiträge.

Zuvor mussten Bremer Landesbeamte bei einer Entscheidung für eine gesetzliche Krankenkasse immer den Vollbeitrag aus eigener Tasche zahlen. Nur bei der Wahl einer privaten Krankenversicherung hatte sich bis zum 31.12.2018 das Land in Form der Beihilfe an den Krankheitskosten beteiligt.

Lohnt es sich damit für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare in Bremen in der gesetzlichen Krankenkasse zu verbleiben oder bleibt die private Krankenversicherung die bessere Alternative?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auf diesen möchte ich in diesem Artikel eingehen.

Beim Verbleibt in der gesetzlichen Krankenkasse entscheiden Sie sich für die pauschale Beihilfe und verzichten damit auf eine private Krankenversicherung. Der Beitrag zur GKV richtet sich nach Ihrer Besoldung. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung spielt bei der Beitragsberechnung zur gesetzlichen Krankenkasse Ihr Einstiegsalter und Ihr Gesundheitszustand keine Rolle.

Private Krankenversicherung Beamte - Fordern Sie hier Ihren Vergleich an !Somit lässt sich zunächst festhalten, dass die pauschale Beihilfe vor allem für Beamte ohne Kinder in niedrigeren Besoldungsgruppen attraktiv ist. Bei dieser Bewertung lasse ich allerdings die Leistungsvorteile der privaten Krankenversicherung noch komplett außen vor und fokussiere mich rein auf den finanziellen Aspekt.

Für Beamte in höheren Besoldungsgruppen hingegen bietet sich zumeist ehr eine private Krankenversicherung an. Dadurch sparen Beamte in den Besoldungsgruppen A12, A13 und A14 gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse in den meisten Fälle Geld und profitieren zudem von den Leistungen der Privatversicherungen.

Im Kontext der pauschalen Beihilfe in Bremen gibt es einen weiteren sehr bedeutenden Fakt, den Sie bei Ihren Überlegungen bedenken sollten:

Die pauschale Beihilfe wird derzeit nur in 4 Bundesländern angeboten (Bremen, Hamburg, Brandenburg und Thüringen). Sollten Sie sich in ein anderes Bundesland versetzen lassen (z.B. Schleswig-Holstein oder Niedersachsen), wird dort in der gesetzlichen Krankenkasse für Beamte der volle GKV-Beitrag erhoben. Bei einer A13 Vollzeitstelle zahlen Sie plötzlich rund 800 Euro Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse.

Zwar können Sie in einer solchen Situation selbstverständlich versuchen in eine private Krankenversicherung für Beamte zu wechseln. Bestehen allerdings bei Ihnen „Vorerkrankungen“, kommt es bei den PKV-Tarifen zumeist zu Mehrbeiträgen in Form von Risikozuschlägen oder Sie werden bei bestimmten Diagnosen sogar komplett abgelehnt. In einem solchen Fall müssen Sie in der gesetzlichen Krankenkasse verbleiben und dort die enormen monatlichen Beiträge leisten.

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Wählen Sie bei Ihrer Verbeamtung die pauschale Beihilfe sollten Sie sich somit sicher sein, langfristig in Bremen oder einem anderen Bundesland, welches die pauschale Beihilfe anbietet. Ziehen Sie einen Wechsel des Bundeslandes ohne pauschale Beihilfe dauerhaft in Betracht, ist das finanzielle Risiko meiner Meinung nach aktuell für Sie zu groß.

Die Leistungsunterschiede zwischen der GKV und PKV

Neben dem finanziellen Aspekt müssen wir natürlich auch einen Blick auf die Leistungsunterschiede der privaten Krankenversicherungstarife für Beamte und der gesetzlichen Krankenkasse werfen.

In vielen Leistungsbereichen sind Sie in einer privaten Krankenversicherung besser gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse abgesichert. So bietet die PKV eine Kostenübernahme für Sehhilfen (Brillen & Kontaktlinsen), eine sehr gute Absicherung bei Zahnersatz, alternative Heilmedizin ist ebenfalls versichert.

Zudem können Sie natürlich bei einem Krankenhausaufenthalt die Wahlleistungen (Ein- oder Zweibettzimmer mit privatärztlichen Leistungen) absichern.

Um dieses Leistungsniveau in einer gesetzlichen Krankenkasse zu erreichen müssten Sie für viel Geld zusätzliche Zusatzversicherungen abschließen.  Auch dies gilt es bei der Entscheidung für die pauschale Beihilfe zu bedenken.

Deshalb ist es empfehlenswert einen individuellen Vergleich erstellen zu lassen. Einen solchen Krankenversicherungsvergleich können Sie unentgeltlich bei uns anfordern. Durch einen solchen Vergleich erhalten Sie einen klaren Überblick, welche Option (gesetzliche Krankenkasse mit pauschaler Beihilfe oder private Krankenversicherung) für Sie besser ist. Der Krankenversicherungsvergleich wird Ihnen helfen die richtige Entscheidung zu treffen.

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