Private Krankenversicherung Beamte – Lohnt sich der Wechsel für Beamte in die PKV?

Private Krankenversicherung BeamteDie private Krankenversicherung für Beamte bietet viele Vorteile. Dennoch gilt es auf zahlreiche Details zu achten bevor Sie sich für eine PKV entscheiden.

Deshalb möchte ich Ihnen heute die wichtigsten Fragen rund um die PKV für Beamte beantworten:

Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte? Lohnt sich für Sie vielleicht sogar der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse? Worin unterscheiden sich die Leistungen der privaten Krankenversicherungen?

Lesen Sie sich alle Informationen in Ruhe durch. Schreiben Sie mir für weitere Fragen gerne eine Nachricht.

1. Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte?

Private Krankenversicherung Beamte vergleichen

Beamte können sich grundsätzlich frei zwischen dem Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse und dem Wechsel in eine private Krankenversicherung entscheiden.

Allerdings unterscheiden sich die Kosten zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Krankenversicherung für Beamte deutlich. Werfen Sie einen Blick auf folgendes Beispiel:

Beispiel einer 29-jährigen Gymnasiallehrern (Besoldung A13 Stufe 7 in NRW):

Beitrag zur gesetzliche Krankenkasse: 776,58 Euro im Monat
4.425 Euro monatliche Besoldung  x 15,0 Prozent GKV-Beitrag (inkl. 1% Zusatzbeitrag Beispiel TK)+ 2,55 Prozent Pflegepflichtversicherung = 776,58 Euro

Beitrag zur private Krankenversicherung: ab 225 Euro im Monat
(ohne Vorerkrankungen, mit Zweibettzimmer & Chefarzt – 50% Beihilfe)

Durch den Wechsel in die private Krankenversicherung für Beamte spart die Gymnasiallehrern in unserem Beispiel rund 551 Euro im Monat.

Errechnen Sie Ihren Monatsbeitrag in der privaten Krankenversicherung:

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… und erfahren Sie durch den Vergleich der privaten Krankenversicherung für Beamte, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Warum sind die Kosten der gesetzlichen Krankenkasse für Beamte so hoch?

In der gesetzlichen Krankenkasse müssen Beamte immer den vollen Beitrag aus eigener Tasche zahlen. Es gibt keinen Beitragszuschuss vom Dienstherrn (Arbeitgeber) oder der Beihilfe.

Welche Vorteile bieten die privaten Krankenversicherungen Beamten?

Durch den Wechsel in eine private Krankenversicherung (PKV) übernimmt die Beihilfe Ihres Bundeslandes bzw. des Bundes einen Anteil von mindestens 50 Prozent Ihrer Krankheitskosten. Lediglich die verbleibenden Restkosten müssen Sie durch eine PKV abgesichern.

Dies führt zumeist zu einem deutlichen Beitragsvorteil der privaten Krankenversicherungen für Beamte gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse.

2. Worauf sollten Sie bei der PKV für Beamte achten?

Zwei Kriterien sind beim Einstieg in eine private Krankenversicherung für Beamte bedeutend:

– Ihr Einstiegsalter
Die Höhe Ihres Beitrages bei den Krankenversicherungen richtet sich zum einem nach Ihrem Einstiegsalter.

– Ihr Gesundheitszustand
Zum anderen spielt Ihr Gesundheitszustand eine wichtige Rolle, da „Vorerkrankungen“ zu Risikozuschlägen und somit zu höheren Monatsbeiträgen führen können. Lesen Sie dazu: Welche Gesundheitsangaben sind bei Abschluss einer PKV für Beamte bedeutend?

Entsprechen wichtig ist esfür Sie, dass mögliche Beitragszuschläge bereits in Ihrem Vergleich der privaten Krankenversicherung für Beamte berücksichtigt werden. Aus diesem Grund erstellen wir Ihnen immer einen individuellen Vergleich, der Ihren Gesundheitszustand berücksichtigt. Nur so vermeiden Sie böse Überraschungen in Bezug auf den späteren Monatsbeitrag Ihrer privaten Krankenversicherung.

3. Welche Leistungen bietet die PKV für Beamte?

Neben den geringen Kosten gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung bieten die privaten Krankenversicherungen für Beamte auch zahlreiche Leistungsvorteile:

– privatärztliche Abrechnungssätze (gerade bei Fachärzten erhalten Sie dadurch häufig schneller Termine)
– sehr gute Absicherung im zahnärztlichen Bereich (gerade bei Zahnersatz gibt es in der GKV Leistungslücken)
– Übernahme der Kosten für Brillen und Kontaktlinsen (hier erstattet die GKV oftmals gar keine Leistungen)
– Heilpraktikerleistungen (die meisten PKV-Tarife leisten im Rahmen der Gebührenordnung für Heilpraktiker)
– Wahlleistungen im Krankenhaus (Ein- oder Zweibettzimmer mit privatärztlicher Behandlung)
– Absicherung im Ausland (eine Auslandsreisekrankenversicherung ist in den meisten Beamtentarifen enthalten)

Dennoch sind die Unterschiede hinsichtlich der Beiträge und Leistungen bei den verschiedenen privaten Krankenversicherungen für Beamte immens. Lesen Sie hier, auf welche Leistungen Sie bei der Wahl Ihrer PKV besonders achten sollten: Checkliste Leistungen private Krankenversicherung Beamte.

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Unser Tipp für Sie: Die Beihilfe nimmt leider in bestimmten Bereiche Leistungskürzungen vor. Durch den Beihilfeergänzungstarif der privaten Krankenversicherungen für Beamten können Sie sich vor Zuzahlungen schützen. Im versicherten Rahmen kommt dadurch Ihre private Krankenversicherung auf, wenn die Beihilfe nicht den vollen Anteil zahlt (z.B. bei Sehhilfen, Zahnersatz und Kiefernorthopädie, Heilpraktikerleistungen und Hilfmitteln).

Schauen Sie sich gerne auch unser Video zur privaten Krankenversicherung für Beamte an:

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4. Was kosten Kinder in der privaten Krankenversicherung für Beamte?

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, ob Sie Ihre Kinder überhaupt in Ihre private Krankenversicherung für Beamte aufnehmen müssen. Ist Ihr Ehepartner gesetzlich krankenversichert, kann Ihr Nachwuchs unter bestimmten Voraussetzungen dort in der kostenfreien Familienversicherung abgesichert werden.

Dies ist jedoch nicht möglich, wenn

– Sie als Beamter oberhalb der Jahresarbeitsendgeltgrenze verdienen
– Sie zugleich mehr verdienen als Ihr Partner

Sind beide Kriterien gleichzeitig erfüllt, haben Sie kein Wahlrecht zwischen der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse und einer privaten Krankenversicherung für Ihre Kinder. In diesem Fall müssen Sie Ihren Nachwuchs privat versichern.

Trifft keiner oder nur einer der Punkte auf Sie zu, können Sie frei entscheiden, ob Sie Ihren Nachwuchs ist der Familienversicherung in der GKV versichern oder mit in Ihre PKV nehmen (eine Ausnahme gibt es für Landesbeamte in Hessen).

Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung besteht für Kinder eine Beihilfeberechtigung von 80 Prozent (Ausnahmen: Hessen und Bremen). D.h. über die private Krankenversicherung sind lediglich die 20-prozentigen Restkosten abzusichern. Dementsprechend liegen die Kosten pro Kind in der privaten Krankenversicherung für Beamte bei ca. 35-45 Euro monatlich im Marktdurchschnitt (in Hessen und Bremen etwas höher).

5. Gibt es für Beamtenanwärter und Referendare besondere Tarife?
Beamtenanwärter und Referendare erhalten während der Anwärterzeit vergünstigte Konditionen bei den meisten privaten Krankenversicherungen für Beamte.

Mit welchen Kosten Sie in einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter rechnen können, sehen Sie folgendem Beispiel:

23-jährige Beamtenanwärterin beim Finanzamt (z.B.: zukünftige Besoldung A10 in NRW):

Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse: 223,51 Euro im Monat
1255,68 Euro monatliche Besoldung während der Anwärterzeit  x 15,0% GKV-Beitrag (inkl. 1% Zusatzbeitrag Beispiel TK) + 2,8 % Pflegeversicherung = 223,51 Euro

Beitrag zur privaten Krankenversicherung: ab 56 Euro im Monat
(ohne Vorerkrankungen, mit Zweibettzimmer & Chefarzt – 50% Beihilfe)

Bei der privaten Krankenversicherung für Referendare errechnen sich die Beiträge sehr ähnlich:

Beispiel einer 25-jährigen Referendarin (z.B. zukünftige A13 Besoldung aus NRW):

Beitrag zur gesetzliche Krankenkasse: 233,41 Euro im Monat
1.330,00 Euro monatliche Besoldung im Referendariat  x 15% GKV-Beitrag (inkl. 1% Zusatzbeitrag Beispiel TK) + 2,55 % Pflegeversicherung = 233,41 Euro

Beitrag zur privaten Krankenversicherung: ab 64 Euro im Monat
(ohne Vorerkrankungen, mit Zweibettzimmer & Chefarzt – 50% Beihilfe)

==>  Über 40 Gesellschaften für Beamte und Beamtenanwärter im Vergleich

Anhand dieser Beispiele können Sie erkennen, dass Sie zumeist auch für Beamtenanwärter und Referendare der Wechsel in eine private Krankenversicherung lohnt.

Bei der Wahl der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter ist es empfehlenswert von Beginn an bereits einen Blick auf die Kosten der späteren Volltarife für Beamte auf Probe und Lebenszeit zu werfen. Immerhin ist die „Ausbildungszeit“ glücklicherweise begrenzt und mit der Verbeamtung auf Probe entfallen die vergünstigten Anwärterkonditionen. Es nützt Ihnen somit wenig, wenn die Beiträge der privaten Krankenversicherung während des Referendarites attraktiv sind, jedoch der spätere Vollbeitrag deutlich oberhalb des Marktdurchschnitts liegt.

Deshalb erhalten Sie neben Ihrem Vergleich der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter auch sofort noch einen zweiten Vergleich von uns mit dem Blick über den Tellerrand für Ihre spätere Verbeamtung auf Probe aus heutiger Sicht.

6. Wie entwickeln sich die Beiträge der PKV für Beamte in Alter?
Im Laufe der Jahre wird es bei jeder privaten Krankenversicherung für Beamte zu Beitragsanpassungen kommen. Diese können von privaten Krankenversicherungen allerdings nicht willkürlich vorgenommen werden, da die Beitragsanpassungen klaren gesetzlichen Grundlagen unterliegen.

Private Krankenversicherungen sind verpflichtet, die kalkulierten Leistungen je Tarif und Personengruppe jährlich zu prüfen. Weichen dabei die zuvor kalkulierten Ausgaben von den tatsächlich entstandenen Leistungsausgaben ab, muss eine Überprüfung der Beiträge vorgenommen werden es kommmt ggf. zu einer Beitragsanpassung.

Für steigende Kosten und den damit verbundenen Beitragserhöhungen gibt es verschiedene Gründe:

Medizinische Inflation
Der medizinische Fortschritt führt zu stetig steigenden Kosten. Die Preissteigerungen im Gesundheitswesen liegen aktuell bei rund 4,5 Prozent im Jahr.

Durch eine private Krankenversicherung für Beamte profitieren Sie natürlich ganz besonders von diesem Fortschritt im medizinischen Bereich. Ihnen stehen in der Regel die neuesten Medikamente zur Verfügung, modernste Diagnoseverfahren sind anwendbar und die besten Methoden zur Behandlung von Erkrankungen stehen Ihnen zur Verfügung. Allerdings ist dieser Fortschritt natürlich auch mit steigenden Kosten verbunden.

Rechnungszins
In Phasen niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten ist es für die privaten Krankenversicherungsgesellschaften schwieriger eine ausreichende Verzinsung in Bezug auf die Altersrückstellungen zu erwirtschaften.

Dadurch kann es zu einer Absenkung des Rechnungszinses in der Tarifkalkulation kommen. Dennoch muss der Versicherer natürlich die Altersrückstellungen auch zukünftig in der erforderlichen Höhe aufbauen. In diesem Fall bedarf es einer Erhöhung des Sparanteils, um die fehlenden Zinserträge auszugleichen.

Selbstverständlich gibt es natürlich noch weitere Gründe, die zu einer Beitragsanpassung führen können – dazu zählt beispielsweise auch die erhöhte Lebenserwartung.

Die Tarife der privaten Krankenversicherung für Beamte sind im Gegensatz zur PKV für Angestellte und Selbständige in den letzten Jahrzehnten sehr beitragsstabil gewesen. Dies liegt natürlich insbesondere auch an der Beihilfe, da die PKV-Tarife für Beamte nur maximal 50 Prozent der Krankheitskosten abdecken müssen. Konkret lagen die Beitragssteigerungen bei den Privatversicherungen für Beamte bei ca. 2,7 Prozent im Jahr (2004-2017). Im Vergleichszeitraum stiegen die Tarife für Angestellte und Selbständige in der privaten Krankenversicherung jährlich um 4,6 Prozent  (Quelle: Assekurata).

Zudem erhalten Pensionäre in den meisten Bundesländern 70 Prozent von der Beihilfe und brauchen nur die verbleibenden 30 Prozent privat abzusichern. Hinzu kommen noch die Altersrückstellungen, die Sie während Ihrer aktiven Beamtenlaufbahn in Ihrem Krankenversicherungsvertrag aufbauen. Diese sollen Sie im Pensionsalter vor weiteren Beitragssteigerungen schützen.

In der Presse wird häufig vor den Beitragssteigerungen der privaten Krankenversicherung gewarnt. Doch damit sind eben die Tarife für Angestellte und Selbständige gemeint und sogar von manchem Autor noch das das Fazit gezogen, dass sich die private Krankenversicherung meist  nur noch für Beamte lohnt

==>  Über 40 Gesellschaften für Beamte und Beamtenanwärter im Vergleich

Private Krankenversicherung für Beamte im AlterFazit:

Für Beamte und Beamtenanwärter ist es äußerst wichtig zu schauen, welche Problematiken in Presseartikeln in Bezug auf die private Krankenversicherung angesprochen werden und zu erst dann zu urteilen, ob diese überhaupt auf Beamte zutreffen.

Während die PKV für nahezu jeden Beamten und verbeamteten Lehrer empfehlenswert ist, stellt sich vor allem für Angestellte und Selbstständige die Frage, ob ein Verbleib bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht sinnvoller sein könnte. Dies gilt es im individuellen Fall jeweils zu prüfen.

Durch den Anspruch auf Beihilfe zahlen Sie in der privaten Krankenversicherung für Beamte, Beamtenanwärter und Lehramtsanwärter in der Regel deutlich weniger Beiträge gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Hinzu kommt das Leistungsplus durch den privaten Krankenversicherungsschutz.

Aus diesem Grund ist eine große Mehrheit der Beamten in einer PKV versichert und auch für zukünftige Beamte lohnt sich in den meisten Fällen der Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Dennoch gilt es Ihre Situation individuell zu bewerten. Aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert vor dem Abschluss einer PKV die verschiedenen Anbieter am Markt zu vergleichen.

Der Krankenversicherungsvergleich verschafft Ihnen einen neutralen Überblick über die Beiträge und Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungstarife für Beamte.

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