Die private Krankenversicherung für Beamte lohnt sich!

Die private Krankenversicherung für Beamte lohnt sich!Beamte genießen durch die Beihilfe besondere Vorzüge, die Sie nur im Zusammenhang mit einer privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen können.

Ein Blick in die Medien genügt und schnell kommt das Gefühl auf, dass sich eine private Krankenversicherung nicht lohnt.

Die Rede ist von massiven Beitragserhöhungen, Risiken bei Familienzuwachs und die fehlende Rückkehrmöglichkeit in die gesetzliche Krankenkasse.

Vieles davon trifft zu! Allerdings gelten die Warnungen Angestellten und Selbständigen, die in eine private Krankenversicherung wechseln möchten.

Bei Beamten stellt sich die Situation anders dar. Deshalb ist es für Sie immens bedeutend klar zu unterscheiden zwischen der PKV für Angestellte, Selbständige und Beamte.

Für Beamte und Beamtenanwärter ist die Wahl einer privaten Krankenversicherung zumeist sinnvoll. Die Gründe dafür möchte ich Ihnen ausführlich erläutern.

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Besondere Attraktivität der PKV für Beamte durch die Beihilfe

Selbstverständlich können Sie sich als Beamter oder Beamtenanwärter frei zwischen einer gesetzlichen und privaten Krankenversicherung entscheiden.

Dies ist allerdings bereits eine Besonderheit, da Angestellte erst in eine private Krankenversicherung wechseln können, wenn das Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Beamte haben allerdings unabhängig von der Besoldung generell die Wechselmöglichkeit in eine PKV.

Sie erhalten in der gesetzlichen Krankenkasse keinen Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag vom Dienstherrn (Arbeitgeber). D.h. Sie zahlen den Gesamtbeitrag zur GKV aus der eigenen Tasche.

Beispiel zu einem 30-jährigen Lehrer in Baden-Württemberg (A12) ohne Nachwuchs in der GKV

Besoldung ca. 3.631 € X 15% GKV  (z.B. TK inkl. Zusatzbeitrag) + 1,525 % Pflegeversicherungsbeitrag = 600,02 € (Stand 03/17)

Auch für Beamtenanwärter und Lehramtsanwärter gelten diese sozialversicherungsrechtlichen Grundlagen.

Beispiel – 20-jähriger Beamtenanwärter im Bund (A9 bis A11) ohne Kinder in der GKV

Besoldung 1.193,38 € X 15 % GKV (z.B. TK inkl. Zusatzbeitrag) + 1,525 % Pflegeversicherung  = 197,21 € (Stand 03/17)

Vorteile der privaten KrankenversicherungBesondere Vorteile der privaten Krankenversicherung für Beamte

In der privaten Krankenversicherung für Beamte spielt die Besoldung keine Rolle. Hier errechnet sich der Monatsbeitrag auf der Grundlage des Einstiegsalters, der Vorerkrankungen, des Beihilfesatzes und des Status (Beamte auf Widerruf erhalten vergünstigte „Ausbildungskonditionen“).

Beispiel – 30-jähriger Lehrer aus Baden-Württemberg (A12) ohne Nachwuchs in der PKV

Unser Lehrer hat in Baden-Württemberg einen Beihilfeanspruch von 50 Prozent. Gehen wir davon aus, dass keine „Vorerkrankungen“ bestehen, bieten die Privatversicherer Tarife ab einem Monatsbeitrag von rund 220 € an (Stand 03/17). Darin enthalten sind sogar bereits ein Zweibettzimmer mit Chefarzt und der Ergänzungstarif zur Beihilfe.

Beispiel – 20-jähriger Beamtenanwärter im Bund (A9 bis A11) ohne Kinder in der PKV

Als Bundesbeamter auf Widerruf beträgt der Beihilfesatz bei unserem Anwärter ebenfalls 50 Prozent. Allerdings erhält er als Beamtenanwärter bei zahlreichen Krankenversicherungen die vergünstigten Tarifkonditionen für die „Ausbildungszeit“.

Dadurch kann sich unser Beamter auf Widerruf schon ab 49 Euro im Monat privat krankenversichern (03/17). Auch in diesem Beispiel wird ein Gesundheitszustand ohne Vorerkrankungen vorausgesetzt und die Wahlleistungen im Krankenhaus (Zweibettzimmer/Chefarzt) einbezogen.

Anhand dieser Beispiele können Sie die die massiven Beitragsvorteile der privaten Krankenversicherung für Beamte erkennen.

Was kosten Kinder in der privaten Krankenversicherung für Beamte?

Häufig lese ich das Argument, dass die PKV sehr teuer wird, wenn Kinder mitversichert werden müssen.

Dies trifft auf die Tarife für Angestellte und Selbständige daurchaus zu. Bei Beamten jedoch stellt sich die Situation auch in diesem Bereich komplett anders dar.

Doch lassen Sie uns zunächst schauen, wann Sie Ihren Nachwuchs als Beamter sozialversicherungsrechtlich überhaupt privat krankenversichern müssen.

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Dies ist nur gesetzlich verpflichtend, wenn Sie selbst in einer PKV sind, oberhalb der Versicherungspflichtgrenze verdienen und zugleich mehr verdienen als der andere Elternteil.

private Krankenversicherung als FamilieTrifft einer der beiden Punkte nicht zu, können Sie Ihr Kind gesetzlich in der Familienversicherung beim anderen Elternteil kostenfrei mitversichern.

Sollten beide Kriterien jedoch auf Ihre Situation zutreffen, bleibt nur die Absicherung Ihres Nachwuchses in der Privatversicherung.

Diese Möglichkeit steht Ihnen als Option übrigens in den meisten Bundesländern generell offen, selbst wenn die gesetzliche Pflicht zur PKV auf Sie nicht zutrifft. Wünschen Sie dennoch eine PKV für Ihr Kind, haben Sie bis auf wenige Ausnahmen die freie Wahl zwischen GKV und PKV.

Kinder haben in den meisten Bundesländern und im Bund einen Beihilfeanspruch von 80 Prozent.

Somit verbleiben nur 20 Prozent, die Sie über einen Restkostentarif der privaten Krankenversicherung für Beamte abdecken müssen. Dadurch errechnet sich ein monatlicher Beitrag von durchschnittlich lediglich rund 40 Euro pro Kind.

In zahlreichen Bundesländern und für Bundesbeamte steigt sogar der Beihilfesatz für einen Beamte mit zwei oder mehr Kindern auf 70 Prozent, sodass Sie in diesem Fall selbst sogar nur noch 30 Prozent über eine private Krankenversicherung absichern müssen. Entsprechend sinkt dadurch Ihr Beitrag zur PKV.

Beispiel – 34–jährige Landesbeamtin aus Bayern mit 2 Kindern (Besoldung A13) in der PKV

Unsere Beamtin hat einen Anspruch auf Beihilfe in Höhe von 70 Prozent. Eine Restkostenversicherung über die 30 Prozent erhält sie in der privaten Krankenversicherung ab 160 Euro monatlich.

Ihre beiden Kinder versichert Sie ebenfalls zu jeweils 20 Prozent über die PKV. Dadurch kommen Kosten in Höhe von durchschnittlich 80 Euro monatlich hinzu (40 Euro je Kind).

Die gesamte Absicherung in der Privatversicherung inkl. der Kinder ist somit ab 240 Euro monatlich möglich (Stand 3/17 – keine „Vorerkrankungen“).

Beispiel – 34–jährige Landesbeamtin aus Bayern mit 2 Kindern (Besoldung A13) in der GKV

Verbleibt die Beamtin in der gesetzlichen Krankenkasse richtet sich Ihr Krankenkassenbeitrag nach Ihrer Besoldung. Zwar sind die Kinder kostenfrei über Sie familienversichert, dennoch muss unsere Landesbeamtin in der GKV als Beamtin grundsätzlich den vollen Beitrag selbst leisten.

Besoldung ca. 4.119,00 € X 15% GKV  (z.B. TK inkl. Zusatzbeitrag) + 1,525 % Pflegeversicherungsbeitrag = 680,66 € (Stand 03/17)

Auf der Grundlage dieses Beispiels können Sie nachvollziehen, dass auch für Beamte mit Kindern der Wechsel in einer private Krankenversicherung zumeist sinnvoll ist. Die Ersparnis in der PKV beläuft sich auf ca. 440 Euro im Monat.

Leistungsplus der privaten Krankenversicherung für Beamte

Leistungsplus der privaten Krankenversicherung für BeamteNeben den Beitragsunterschieden spielen die Leistungen natürlich eine wesentliche Rolle. Die privaten Krankenversicherungen bieten Landes- und Staatsdienern eine umfangreiche Kostenabdeckung im Krankheitsfall.

Ebenso sind selbstverständlich alle Vorsorgeuntersuchungen in der PKV abgedeckt. Zu diesen zählt bei einem Großteil der Beamtentarife sogar zweimal jährlich die professionelle Zahnreinigung.

Zudem bieten die privaten Versicherungen in zahlreichen Bereichen deutliche Mehrleistungen gegenüber der GKV. Dies betrifft beispielsweise zahnärztliche Maßnahmen (Zahnbehandlung und Zahnersatz). Die meisten PKV-Tarife für Beamte zahlen auch für Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen) und leisten bei alternativen Heilbehandlungen.

Darüber hinaus genießen Sie den Vorteil als Privatpatient, da Ärzte höhere Abrechnungssätze bei PKV versicherten ansetzen dürfen. Dadurch werden Sie von Fachärzten häufig bevorzugt behandelt und erhalten schneller Termine als ein gesetzlich krankenversicherter Patient.

Ergänzend zur Grundabsicherung können Sie bei der PKV weitere Tarifbausteine hinzunehmen:

– Wahlleistungen im Krankenhaus (Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarzt)
– Beihilfeergänzungstarif
– Krankenhaustagegeld
– Kurabsicherung
– Pflegezusatzversicherung

Um die Leistungen einer Privatversicherung für Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse zu erzielen, müssten Sie zahlreiche Zusatzversicherungen zur GKV abschließen, die allerdings für Sie mit deutlichen Mehrkosten verbunden sind. Damit würden Sie als gesetzlich versicherter Beamter natürlich noch mehr Beträge zahlen müssen.

Private Krankenversicherung für Beamte im Alter

Geht es um Beitragssteigerungen, so kommt zwangsläufig die Frage nach der Höhe der Krankenversicherungsbeiträge im Alter auf.

Dieses Thema ist verständlicherweise sehr bedeutend, da die Versicherungsbeiträge im Pensionsalter auch bezahlbar sein müssen.

Dafür sorgt bei Landes- und Staatsdienern erneut die Beihilfe, da der Beihilfeanspruch auch im Pensionsalter gilt.

In den meisten Bundesländern erhalten Sie als Pensionär sogar unabhängig von der Anzahl der Kinder einen Beihilfesatz von 70 Prozent.

Somit benötigen Sie lediglich die Restkostenabsicherung von 30 Prozent als privat versicherter im Pensionsalter, während ein Beamter in der gesetzlichen Krankenkasse auch im Ruhestand den vollen Krankenkassenbeitrag auf die Einkünfte zu leisten hat.

Die Besonderheit des Beihilfeanteils soll somit auch im gehobenen Alter Beamte vor überhöhten Kosten in der privaten Krankenversicherung schützen. Dies unterscheidet Ihre Situation z.B. auch deutlich von der eines Selbständigen. Dieser muss die Beiträge zur PKV immer komplett selbst tragen und genau dieser Fakt kann dauerhaft zu sehr hohen Beiträgen führen.

Private Krankenversicherung für Beamte im AlterFazit:

Für Beamte und Beamtenanwärter ist es äußerst wichtig zu schauen, welche Problematiken in Presseartikeln in Bezug auf die private Krankenversicherung angesprochen werden und zu erst dann zu urteilen, ob diese überhaupt auf Beamte zutreffen.

Während die PKV für nahezu jeden Beamten und verbeamteten Lehrer empfehlenswert ist, stellt sich vor allem für Angestellte und Selbstständige die Frage, ob ein Verbleib bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht sinnvoller sein könnte. Dies gilt es im individuellen Fall jeweils zu prüfen.

Durch den Anspruch auf Beihilfe zahlen Sie in der privaten Krankenversicherung für Beamte, Beamtenanwärter und Lehramtsanwärter in der Regel deutlich weniger Beiträge gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Hinzu kommt das Leistungsplus durch den privaten Krankenversicherungsschutz.

Aus diesem Grund ist eine große Mehrheit der Beamten in einer PKV versichert und auch für zukünftige Beamte lohnt sich in den meisten Fällen der Wechsel in eine private Krankenversicherung.

Dennoch gilt es Ihre Situation individuell zu bewerten. Aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert vor dem Abschluss einer PKV die verschiedenen Anbieter am Markt zu vergleichen.

Der Krankenversicherungsvergleich verschafft Ihnen einen neutralen Überblick über die Beiträge und Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungstarife für Beamte.

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