Was kostet eine Krankenversicherung für Beamte?

Was kostet eine Krankenversicherung für Beamte?Mit der Verbeamtung kommt natürlich die Frage auf, welche Krankenversicherung Ihnen den optimalen Schutz bietet und mit welchen Kosten diese Absicherung verbunden ist.

Heute möchte ich Ihnen diese Frage beantworten und dabei auf alle Optionen eingehen, die für Sie als Beamter möglich sind:

1. Die gesetzliche Krankenkasse für Beamte
Als Beamte oder Beamtenanwärter können Sie sich auch gesetzlich krankenversichern. Aufgrund der Rechtslage kommt diese Variante jedoch nur für einen kleinen Teil der Beamten in Betracht. Dies liegt daran, dass Sie als Beamter in einer gesetzlichen Krankenkasse generell den gesamten GKV-Beitrag aus eigener Tasche zahlen müssen. Ihr Dienstherr (Arbeitgeber) beteiligt sich nicht (wie bei Arbeitnehmern üblich) an den Kosten der gesetzlichen Krankenkasse. Diese sozialversicherungsrechtliche Regelung sorgt dafür, dass die GKV für Beamte zumeist finanziell unattraktiv und mit sehr hohen Kosten verbunden ist.

2. Die PKV für Beamte
Nur bei einer Entscheidung für den Wechsel in eine Privatversicherung, übernimmt Ihr Dienstherr in Form der Beihilfe einen Teil der anfallenden Krankheitskosten. Dieser Anteil beträgt mindestens 50 Prozent, sodass Sie über eine PKV lediglich die Restkosten versichern müssen. Die Höhe der Beihilfeleistung durch den Dienstherrn ist in der jeweiligen Beihilfeverordnung des Bundes bzw. der Länder festgelegt. Der Beihilfeanspruch steigt für Bundesbeamte und Landesbeamte mit zwei oder mehr Kindern gemäß dem Großteil der Beihilfeverordnungen sogar auf 70 Prozent (Ausnahmen gibt es in Hessen, Bremen und Baden-Württemberg). Bei einem 70-prozentigen Beihilfeanspruch gilt es für Sie somit sogar nur 30 Prozent über eine PKV absichern.

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Doch selbst bei einem Anspruch auf 50 Prozent Beihilfe und der damit verbundenen 50-prozentigen Restkostenabsicherung in einer privaten Krankenversicherung ist die PKV in der Regel deutlich günstiger, als der 100-prozentige Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse.

Wonach richtet sich Ihr Beitrag zur privaten Krankenversicherung?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse richten sich die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für Beamte nicht nach Ihrer Besoldung. D.h. Ihr Einkommen spielt für die Berechnung des PKV-Beitrages überhaupt keine Rolle.

Bei der PKV zählen folgende Kriterien:  

  • Ihr Einstiegsalter: Ihr Alter beim Einstieg in eine Privatversicherung spielt eine wichtige Rolle bei der Kalkulation des Monatsbeitrages. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die PKV für Beamte für Sie unattraktiv ist, nur weil Sie beispielsweise schon Mitte vierzig sind. Dennoch gilt natürlich: Je jünger Sie einsteigen, desto besser.
  • Ihr Gesundheitszustand: Mögliche „Vorerkrankungen“ spielen eine ganz entscheidende Rolle bei der Berechnung der Kosten einer privaten Krankenversicherung. Bestimmte ärztliche Diagnosen führen bei den Krankenversicherungsgesellschaften zu einem Mehrbeitrag (Risikozuschlägen). Die Höhe dieser Zuschläge bestimmte jede PKV-Gesellschaft individuell.
  • Ihr Beihilfesatz: Letztlich ist es natürlich bedeutend, welche Restkosten Sie über die Privatversicherung absichern müssen. Je nach Einstiegsalter zahlen Sie mit einer 50-prozentigen Beihilfeberechtigung einen höheren Beitrag gegenüber einem Beamten der lediglich 30 Prozent über eine PKV versichern muss.

Um festzustellen, welche private Krankenversicherung Ihnen das beste Angebot unterbreiten kann, sollten Sie sich einen individuellen Tarifvergleich erstellen lassen. Dadurch erfahren Sie, welche Kosten bei den verschiedenen Versicherungen exakt auf Sie zukommen und welche Leistungen Ihnen für den jeweiligen Beitrag geboten werden.

Fazit:
Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte und AnwärterAls Beamter müssen Sie sich nicht privat krankenversichern. Ein Großteil der Beamten ist dennoch in einer Privatversicherung, da Sie als PKV-Mitglied nur einen Anteil von max. 50 Prozent zahlen müssen und von den privaten Krankenversicherungsleistungen profitieren.

Beim Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse entfallen für Landes- und Staatsdiener sämtliche Beitragszuschüsse. Aus diesem Grund gilt es den GKV-Beitrag komplett alleine für Beamte zu stemmen.

Um die Kosten in der gesetzlichen Krankenkasse zu kalkulieren rechnen Sie den aktuellen prozentualen Beitragssatz (gesamt – Arbeitnehmer und Arbeitgeberanteil) der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung auf Ihre Besoldung aus.

So einfach können Sie die Beiträge in einer privaten Krankenversicherung für Referendare und Beamte leider nicht berechnen. Dies übernehmen wir allerdings sehr gerne für Sie und erstellen Ihnen innerhalb weniger Stunden einen individuellen & neutralen Krankenversicherungsvergleich. Dadurch erfahren Sie, welche Kosten auf Sie zukommen und welche Krankenversicherungsgesellschaft für Sie die besten Leistungen erbringt.

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